Misophonie kann Familien auf komplexe Weise verkomplizieren

Malerei: "Personen mit Misophonie verbinden ihre primären aktivierenden Geräusche und Bilder typischerweise mit einer bestimmten Person oder mehreren Menschen."

"Personen mit Misophonie verbinden ihre primären aktivierenden Geräusche und Bilder typischerweise mit einer bestimmten Person oder mehreren Personen."

Misophonie ist eine Störung, bei der bestimmte Geräusche sowie visuelle Effekte eine Erregung des sympathischen Nervensystems verursachen (die Kampf-oder-Flucht-Reaktion). Das Nervensystem des eigenen Nervensystems reagiert innerhalb von Millisekunden, außerhalb des bewussten Bewusstseins. Eine Person mit Misophonie fühlt sich von bestimmten äußeren Reizen überwältigt. Die misophonische Reaktivität gegenüber Geräuschen und Bildern kann in ihrer Schwere variieren und umfasst eine Mischung aus emotionalen, physischen und kognitiven Aspekten.

Die dynamischen Facetten der Misophonie sind ziemlich kompliziert. Obwohl es Ähnlichkeiten zwischen Erwachsenen und Kindern gibt, die Misophonie erleben, gibt es immer unterschiedliche Nuancen in ihrem Leben, besonders in ihren Beziehungen zu anderen. Die Dynamik der Eltern-Kind-Beziehung unterscheidet sich natürlich von Ehebeziehungen, Freundschaften oder Arbeitsbeziehungen. Im Zentrum der Entwicklung effektiver Bewältigungsstrategien im Umgang mit Misophonie steht Empathie sowohl für die betroffene Person als auch für deren Angehörige.

Wenn Sie Elternteil eines Kindes mit Misophonie sind oder vielleicht selbst mit Misophonie zu kämpfen haben, ist es wichtig zu überlegen, warum und wie es Spannungen in relationalen Dynamiken gibt. Es reicht nicht, nur zu wissen, dass diese Belastungen da sind. Eine genauere Betrachtung dieser Beziehungen aus unterschiedlichen Perspektiven kann für alle Beteiligten hilfreich sein.

Eine Person mit Misophonie fühlt sich oft von den allgegenwärtigen auditiven und visuellen Reizen überwältigt, die von Menschen, denen sie am nächsten steht, erzeugt werden. Familienmitglieder und Partner von Menschen, die mit Misophonie kämpfen, fühlen sich oft ebenfalls Opfer der plötzlichen, unvorhersehbaren Worte oder Handlungen der misophonen Person.

Wenn Sie Misophonie haben, hilft es anzuerkennen, dass die Gefühle, die Ihre Angehörigen erleben, berechtigt sind und ebenfalls besorgniserregend sind. Es ist auch wichtig zu erkennen, wie schwer es für dich, den mit Misophonie, ist, in einer Welt zurechtzukommen, in der normale Geräusche und Eindrücke einen ständig angreifen.

Personen mit Misophonie verbinden ihre primären aktivierenden Geräusche und Bilder typischerweise mit einer bestimmten Person oder mehreren Personen. Es ist üblich, Aussagen zu hören oder zu sagen wie: "Mein Vater ist mein größter Auslöser" oder "Meine Frau triggert mich am meisten."

Derzeit hat die Wissenschaft noch nicht genau festgelegt Warum Deshalb scheinen bestimmte Menschen aktiver zu sein als andere. Es ist klar, dass viele Dinge – Quelle, Kontext, Stimmung usw. – zum Beginn und zur Schwere einer misophonischen Reaktion beitragen.

Auslösende Geräusche und visuelle Effekte sind nicht exklusiv für von Menschen erzeugte Geräusche, obwohl das eine häufige Ursache ist. Sie sind auch nicht exklusiv für "Mundlaute". Geräusche wie tropfendes Wasser, tickende Uhren, Klicken des Stifts, Computertastaturen und Mäuse, piepende Geräte und manchmal sogar Haustiere gehören zu den verschiedenen nicht-menschlichen Quellen, die Menschen mit Misophonie als Aktivierung ihrer Misophonie bezeichnen könnten.

Es ist vernünftig zu verstehen, dass je mehr eine Person mit Misophonie darauf setzt, Menschen mit Misophonie-Auslösern zu assoziieren, desto fester dieses negative Denkmuster werden kann. Auch wenn die Änderung dieser Erzählung allein die unterbewussten Assoziationen zwischen auslösenden Geräuschen oder Bildern und den Menschen, die sie erschaffen, nicht ändern muss, ist es wichtig, daran zu arbeiten, die persönliche Schuld an der Existenz dieser Geräusche oder Eindrücke zu entfernen. Das bedeutet, dass die Veränderung der bewussten Assoziationen helfen kann, die negative Dynamik zu beseitigen, die oft aus dieser Paarung resultiert.


Bild:

Saÿen, H. Lyman. Tochter des Künstlers. ca. 1916. Smithsonian Amerikanisches Kunstmuseum. Gemeinfrei.

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