Was ist Misophonie?


Misophonie ist eine legitime Störung, keine Frage von Präferenzen.

Misophonie [mi-suh-FOE-nee-uh] wird manchmal als "eine extreme Abneigung gegen Essensgeräusche [oder andere spezifische Geräusche]" bezeichnet. Aber es ist viel mehr als das. Misophonie ist eine oft missverstandene, aber sehr reale multisensorische Aversionsstörung.

Misophonie ist eine Störung mit verminderter Toleranz gegenüber bestimmten Geräuschen oder Reizen, die mit solchen Lauten verbunden sind. Diese Reize, bekannt als "Auslöser", werden als unangenehm oder belastend empfunden und rufen oft starke negative emotionale, physiologische und Verhaltensreaktionen hervor, die bei den meisten anderen Menschen nicht zu sehen sind.
— aus der Konsensdefinition der Misophonie [2022]*

Misophonie ist kompliziert

Bild einer Person, die von Misophonie verwirrt ist.

Misophonie ist schwer zu verstehen. Wenn Sie keine Misophonie erlebt haben, ist es nicht einfach, eine klare Vorstellung davon zu bekommen, wie es tatsächlich ist, mit Misophonie zu leben.

Misophonie kann alle Lebensbereiche betreffen, wie Schule, Arbeit, Beziehungen und mehr. Jede typische tägliche Begegnung kann zu einer werden, die unerwartet Leiden verursacht. Misophonie kann eine Behinderung sein. Und es gibt immer mehr Hinweise darauf, dass Misophonie nicht nur auditive, sondern auch visuelle Auslöser betrifft [manchmal auch genannt [manchmal auch genannt] Misokinisie].

Karikatur einer Person, die mit ihrer Misophonie gelassen ist.

Menschen, die mit Misophonie zu kämpfen haben, vermeiden häufig häufige Situationen und isolieren sich, um damit umzugehen. Manche Menschen leiden oft auch schweigend, anstatt ein unangenehmes Gespräch über ihre missverstandene Störung zu beginnen. Es kann frustrierend sein und sich hoffnungslos anfühlen.

Es muss nicht so sein.

Menschen mit Misophonie müssen ihr Leben nicht isoliert leben und müssen auch nicht still leiden. Mit effektiver Kommunikation, Peer-Unterstützung und Selbstfürsorge können diejenigen von uns mit Misophonie gedeihen.

Glücklicherweise ist das Bewusstsein für Misophonie in den letzten Jahren stark gewachsen. Es gibt bedeutende Forschung Es wird zu möglichen Ursachen und Behandlungen für Misophonie durchgeführt. Es gibt viele Online-Communities, die Menschen helfen können, mit Misophonie umzugehen. Auch wenn das Leben mit Misophonie manchmal schwierig sein kann, sieht es jeden Tag besser aus.

Ist Misophonie selten?

Prävalenzstudien zeigen, dass etwa 5 Prozent der Bevölkerung an Misophonie leiden, die ihr Leben beeinträchtigt.

Das bedeutet, dass Misophonie häufiger ist als Zwangsstörungen (OCD), Autismus, Tourette und viele andere bekannte Erkrankungen.


Wie Misophonie aussehen kann:

  • Man hält sich die Ohren zu oder verwendet andere Methoden, um Geräusche zu blockieren, wie zum Beispiel häufig Kopfhörer zu tragen oder ständig Hintergrundgeräusche wie einen Ventilator anlaufen zu lassen.

  • Oder auch, indem sie konzentriert auf die Quelle eines bestimmten Geräusches oder bestimmte ablenkende Bewegungen starrte.

  • Stimmungsdysregulation

  • Unerklärlicher Rückzug von Familie, Unterricht, Büro oder sozialen Aktivitäten.

  • Unerklärliche Unaufmerksamkeit.

  • Unerklärliche Angst oder Reizung.

  • Ausbrüche, die nicht typisch für das Individuum sind.

  • Panikattacken.

  • Anzeichen einer allgemeinen sensorischen Überlastung (z. B. das Gefühl, abzuschalten oder "abzuschalten")

  • Unerklärliches Weinen.

  • Häufige Bitten um Toilettenbesuche oder das Verlassen des Zimmers.

  • Häufige Anfragen, eine Krankenschwester in der Schule zu sehen oder nach draußen zu gehen.

  • Kopf oder Körper von bestimmten Geräuschen, Eindrücken oder Personen wegdrehen.

  • Übermäßige Müdigkeit

Fakten über Misophonie

  • Misophonie ist keine Phobie.

    Aktuelle Forschungen legen nahe, dass Misophonie eine multisensorische neurologische Störung ist. Misophonie ist keine Angst vor bestimmten Geräuschen, sondern eher eine atypische und unwillkürliche Reaktion auf diese Geräusche oder visuellen Reize.

  • Jede Person mit Misophonie hat ihr eigenes einzigartiges "Set" an Aktivatoren.

    Obwohl es viele gängige Geräusche und andere Reize gibt, die die meisten Misophonen zu haben scheinen, wie zum Beispiel Essgeräusche, hat jede Person ihre eigene Liste von Aktivatoren, die sie "auslösen". Keiner dieser Optionen wird ausgewählt; sie werden 'entdeckt'. Manchmal kann ein Geräusch, das kein Misophonie-Aktivator war, plötzlich unerwartet zu einem werden.

  • Misophonie ist kein Problem mit der Lautstärke.

    Misophonie ist normalerweise kein Problem bei lauten Geräuschen, sondern bei spezifischen, sogar leisen Geräuschen selbst. Viele Menschen mit Misophonie mögen zum Beispiel laute Musik, weil sie hilft, auslösende Geräusche zu übertönen. Misophonie-Auslöser bleiben von anderen oft unbemerkt, während eine Person mit Misophonie sofort überempfindlich darauf wird.

Misophonie ist kein "Hass auf Geräusche", genauso wenig wie eine Allergie gegen Erdnüsse ein "Hass auf Erdnüsse" ist.

Viele Artikel erwähnen, dass Misophonie ein "Hass auf Schall" ist, aber das ist ungenau und führt zu Verwirrung. Die griechisch basierte Etymologie des Wortes gibt uns folgende: Miso Bedeutung "Hass" und Phonia bedeutet "über Klang". Misophonie ist keine Frage von Präferenzen. Es ist eine sensorische Störung.

Allerdings hat sich der allgemein akzeptierte Begriff für diese ungewöhnliche sensorische Störung als wertvolles und bestätigendes Werkzeug erwiesen, um sich auf einer gemeinsamen Erfahrung zu verbinden und zu kommunizieren.

Unterstützen Sie die kostenlosen Programme von soQuiet mit einem Beitrag. ➜

Bleiben Sie in Kontakt, um mehr über das Gedeihen mit Misophonie zu erfahren.